Regiogeld im Südtiroler Fernsehen

Prien. Ein Team des Minderheiten-Magazins MINET aus Südtirol besuchte uns, um in einem Interview die Vor- und Nachteile, die Freuden und Schwierigkeiten einer Regionalwährung kennenzulernen.

Der fünf-minütige TV-Beitrag innerhalb des Magazins 4/2018 ist hier ab Minute 13:04 anzuschauen.

 

www.minet-tv.com/de/sendungen/minet/minet-das-minderheitenmagazin-042018/

Tage der Utopie in Traunstein

Alle Infos zur Veranstaltung finden sich auf der Festivalseite des Katholischen Bildungswerks Traunstein.

 

Unser Infostand ist an beiden Tagen geöffnet.

 

Am Sonntag spricht unser Chiemgauer-Beirat Prof. Dr. Niko Paech von 10 bis 12 Uhr zum Thema Postwachstumsökonomie.

Christian Gelleri bietet am Sonntag von 16 bis 18 Uhr einen Workshop zum Thema „Zukunft des Geldes“ an.

Regios- und Chiemgauer-Jubiläum

Prien am Chiemsee ist Ausgangspunkt einer besonderen Erfolgs-Geschichte: vor 15 Jahren entstand in der Freien Waldorfschule Chiemgau die Idee, mit dem Chiemgauer ein Regional-Geld einzuführen. Ein Schülerprojekt der 10. Jahrgangsstufe bearbeitete damals das Konzept von Wirtschafts- und Informatik-Lehrer Christian Gelleri. Nach der Gründung eines Trägervereins wurde vor zehn Jahren die Sozialgenossenschaft Regios eG als Rechenzentrale für den Chiemgauer gegründet. Heute betreut und bedient diese Aktions-Gemeinschaft über 4.000 Mitglieder, unter ihnen 500 Unternehmen und rund 300 gemeinnützige Vereine aus der Region der Landkreise Rosenheim und Traunstein.

 

Zum 15jährigen Jubiläum fanden sich Weggefährten und Interessierte über den Chiemgau hinaus im Mehrzweckraum-Neubau der Freien Waldorfschule im Chiemgau ein, unter ihnen waren Gäste und Fachleute aus Luxemburg, aus Österreich sowie aus Nord- und Ostdeutschland. Ehrengäste waren Peter Holzner als vormaliger Vorstand der Volksbank Raiffeisenbank Prien und Stefan Nieß vom Vorstand der Sparkasse Traunstein. Beide regionale Bank-Institute unterstützten den Aufstieg der Alternativ-Währung bei der Kontoführung und Zahlungsabwicklung. „Einfach weiter so…, das ist uns zu wenig“ – mit diesen Worten begann der Chiemgauer-Vorsitzende Christophe Levannier seine Begrüßung und er zitierte Albert Einstein mit den Worten: „Ein Problem kann man nicht mit derselben Denkweise lösen, mit der es entstanden ist“. Damit sprach er die vielen Hürden an, die anfangs und bis zum nunmehrigen Erfolg zu bewältigen waren.

 

Zu diesem Erfolg gratulierten auch die Priener Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster und Alfred Schelhas. Schuster sagte in seinem Grußwort: „Der Chiemgauer hat das Licht der Welt in der Waldorfschule erblickt, genau an jenem Ort, an dem in dem früheren Kreiskrankenhaus Prien viele Kinder zur Welt kamen“. Wie weit der Chiemgauer bekannt ist, zeigte sich – so der Zweite Bürgermeister weiter – bei einem Besuch in der südfranzösischen Partnerstadt Graulhet. „Dort wurde ich auf den Chiemgauer angesprochen, seither besteht ein reger Austausch zu einer dortigen Regionalgeldinitiative mit dem Wunsch, zukünftig noch weiter auszutauschen“, sagte Hans-Jürgen Schuster. Eine weitere Gratulation kam von Manfred Mensch Mayer, Vorstand der Regionalgeld-Initiative Hallertauer. Zu dessen 15jährigem Bestehen im kommenden Jahr wurden die anwesenden Gäste nach Pfaffenhofen an der Ilm eingeladen.

 

Christian Gelleri sprach von den vielen guten Erfahrungen, die mit dem Geld-Kreislauf und mit der damit verbundenen Weitergabe des Regional-Gedankens bislang gemacht worden sind. Auch die Stadtwerke Rosenheim nehmen inzwischen als regionaler Stromanbieter am Chiemgauer-System teil. „Kooperieren statt Konkurrieren“ – so ist nach Gelleri die Haupt-Idee, Gemeinsames für die heimatliche Region bewirken. „In Krisenzeiten kann der Chiemgauer sogar eine alternative und tolle Ersatz-Währung werden“ – meinte Peter Holzner am Ende des jüngsten, von Kathrin Latsch (Regie) und Oliver Sachs (Kamera) gedrehten Chiemgauer-Films, der bei der Zusammenkunft zum 15jährigen Jubiläum Premiere hatte und großen Beifall bekam.

 

Lautes Lob gab es auch von Geschäftsführer Dr. Albert Pröbstl von der Freien Waldorfschule Chiemgau. „Anfangs hatte uns die Idee fast überfordert, heute sind wir dankbar, denn allein im Jahr 2017 erhielten wir für den Turnhallen-Bau 6.000 Euro aus dem Chiemgauer-Erlös“. Eine weitere Anerkennung gab es für Stefan Schütz, der sich musikalisch und textlich für das schlaue Währungsprojekt für eine gerechtere Wirtschafts-Welt unterhaltsam präsentierte. „Dass wir die fast schon revolutionäre Idee der Währungs-Gründung kurz nach der Euro-Einführung mitten in einer wirtschaftlich florierenden Region mit dieser überaus positiven Resonanz umsetzen konnten, das hatten wir nicht erwartet. Heute erfreuen wir uns nicht nur eines großen Netzwerkes, sondern auch allgemeiner und internationaler Zustimmung, so dass unser Projekt auch eine hohe Werbewirksamkeit für Prien hat“, so Christian Gelleri in seinen abschließenden Betrachtungen. Im Rahmen der Jubiläums-Veranstaltung gab es nach der Film-Premiere noch Workshops, Diskussionsrunden und Ausblicke für weitere Entwicklungen des Chiemgauer.

 

Chiemgauer können von Verbrauchern mit einem Wert von 1:1 gegen Euro gekauft werden. Teilnehmende Unternehmer können Chiemgauer gegen eine Gebühr in Höhe von 5 % („Regionalbeitrag“) in Euro zurück tauschen. Von den 5 % gehen 3 % an einen gemeinnützigen Verein. Welcher Verein gefördert wird, bestimmen Bürgerinnen und Bürger, die Euro in Regiogeld einwechseln. Die verbleibenden 2 % dienen dem gemeinwohlorientierten Betrieb des Chiemgauer.

 

Foto/s: Hötzelsperger – Eindrücke von der Feier „15 Jahre Chiemgauer“ in der Freien Waldorfschule Chiemgau, u.a. von links: Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster, der an Christian Gelleri und an Christophe Levannier eine Spende in der Chiemgauer-Währung von der Gemeinde Prien übergab.

 

Quelle: www.samerbergnachrichten.de (Der Link führt zu Fotos von der Veranstaltung.)

Veranstaltung zur Subsidiarität bei Duschl Ingenieure

Am 11. Januar 2018 fand eine Veranstaltung bei Duschl Ingenieure zum Thema Subsidiarität in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Geld statt.

Die Idee der Subsidiarität ist ein Schlüssel zu Freiheit und Gestaltung durch jeden Menschen.
An dem Vortragsnachmittag im Januar nähern sich die Referenten mit unterschiedlichen Aspekten dem Thema. Hanjo Achatzi moderiert das Treffen und betrachtet Subsidiarität im Sinne seiner Initiative «Wirtschaft neu denken» als den Mut, die Gestaltung der Gesellschaft in die eigenen Hände zu nehmen.

Andreas Duschl charakterisiert das Prinzip der Subsidiarität und unterstreicht die Relevanz der Möglichkeit einer Entfaltung der individuellen Fähigkeiten, der Selbstbestimmung und der Selbstverantwortung – sowohl für den einzelnen Menschen, als auch für die Gesellschaft. Im Zentrum der Subsidiarität steht das freie und eigenverantwortliche Individuum. Die Hilfe zur Selbsthilfe hat Vorrang vor der unmittelbaren Aufgabenübernahme durch den Staat – umgekehrt schwächt die Übernahme einer Aufgabe durch den Staat, die subsidiär wahrgenommen werden könnte, den Einzelnen. Als Voraussetzung für subsidiäres Handeln, bedarf es dem Bewusstsein der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten und Vertrauen. Der Mut zur Initiative generiert neue Chancen. Aus diesem Handeln gewinnt der Einzelne u.a. Freiheit, Freude, Selbstbewusstsein, Stolz, Bildung von Fähigkeiten und Persönlichkeit. Die Gesellschaft profitiert von Menschen, die in der Lage sind ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und die Zukunft zu gestalten.

Andreas Duschl, Hanjo Achatzi, Urban Vogel und Christian Gelleri

Praktische Möglichkeiten der Subsidiarität wurden durch Projektbeispiele der Referenten illustriert:
Christian Gelleri präsentierte wie sich „Der Chiemgauer“ seit 15 Jahren als Regionalwährung, in Zeiten der Globalisierung, seinen Platz geschaffen hat. Die Regionalwährung hat einen höheren Umlauf als der Euro, verbleibt in der Region und trägt so zu einer höheren Wertschöpfung bei. Regionalwährungen sind in Zeiten von Digitalisierung, globalen Finanzmärkten und kollabierender Schuldgeldsysteme ein erster Keim einer bürgerverantworteten Neugestaltung unserer Gesellschaft.
Die SAMARITA Solidargemeinschaft ist seit 20 Jahren im Gesundheitswesen aktiv und bietet mit ihrer Form der Absicherung eine Alternative zu den beiden in Deutschland bestehenden Krankenversicherungssystemen. Urban Vogel hat die Entwicklung dieser Solidargemeinschaft dargestellt. Im Rahmen des Dachverbandes BASSG sind Einrichtungen verbunden, über die mehr als 7.000 Menschen abgesichert sind. Auch hier entstehen von Bürger gestaltete Formen, die alte Systeme ersetzen. Seit nunmehr 46 Jahren ist DUSCHL Ingenieure ein stabiles, inhabergeführtes Familienunternehmen, in dem das Mitwirken und die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden wesentliche Erfolgsfaktoren darstellen.

Im Anschluss an die Vorträge hat sich eine lebendige Diskussion entwickelt und den interessanten Jahresauftakt der Vortragsreihenveranstaltung abgerundet.

Der Bericht ist im Original auf der Seite von Duschl Ingenieure nachzulesen.

 

 

Mikrokredite 2017

Im August 2015 startete die Neuauflage des Mikrokreditprogramms, das von den Bundesministerien für Arbeit und Soziales sowie Wirtschaft unterstützt wird. Anfragen an die Regios eG können im Anfrageformular rechts unten gestellt werden. Die Zinsen für Euro-Kredite liegen bei 7,9%, bei einwandfreier Abwicklung mit Regionalgeld gibt es Sonderkonditionen. Der Erstkredit liegt bei maximal 10.000 Euro und kann auf bis zu 25.000 Euro gesteigert werden.

Hintergrund: Die Mikrofinanzierung in der Region Südostbayern wurde seit dem Einstieg der Sozialgenossenschaft REGIOS eG in die Mikrofinanzierung im Jahr 2010 immer besser angenommen. Seit 2011 wurden über 600 Mikrokredite gewährt. Das Kreditvolumen lag bei mehr als 3 Millionen Euro. Die Kreditsumme lag zwischen 1.000 und 20.000 Euro. Gut die Hälfte der Kreditnehmer sind weiblich. Viele Neugründungen konnten finanziert werden, für die es keine Bankfinanzierung gegeben hätte. Nachfragen kommen aus allen Branchen: Handwerk, Einzelhandel, Dienstleistungen, Gesundheit. Laut wissenschaftlichen Studien werden laut dem Deutschen Mikrofinanz Institut pro Mikrokredit durchschnittlich 1,5 Arbeitsplätze geschaffen. Eine Spezialität der Regios eG sind Kreditauszahlungen in Regionalgeld.

REGIOS eG beteiligt sich an Wasserkraft

Nach der zunehmend erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der REGIOS eG, der Chiemgauer Regiogeld UG und den Stadtwerken Rosenheim bei der Vermarktung eines Ökostrom-Tarifs mit Wasserkraft aus der Region wird nun ein weiteres Zeichen gesetzt: Die REGIOS eG beteiligt sich mit knapp zehn Prozent an der Errichtung eines Wasserrades zur regionalen Stromerzeugung.

 

Zu diesem Zweck wurde die Priener Wasserrad UG gegründet. Die Priener Wasserrad UG ist eine Schwester der Priener Solargesellschaft, an der die REGIOS eG ebenfalls beteiligt ist. Die Priener Solargesellschaft wurde 2003 durch Herbert Langmann, Klaus Pasedag, Dr. Albert Pröbstl und Anton Stefanutti gegründet. Sie besteht aus ca. 150 Gesellschaftern, die überwiegend aus Prien und Umgebung kommen. Eine Besonderheit besteht darin, dass viele Gesellschafter ihre Einlage in der Chiemgauer Regionalwährung erbracht haben. Das Thema „regionale Energie“ wurde auf diese Weise geschickt mit dem Thema „regionales Geld“ kombiniert. Die Priener Wasserrad UG trägt das Projekt „Wasserrad“ und besteht aus 20 Gesellschaftern, die auch das Kapital für das Wasserrad aufbringen. Das Wasserrad hat eine maximale Leistung von 10 kW/h. Wir rechnen mit einer jährlichen Leistung von ca. 40.000 kW/h. Ab dem 1. Januar 2016 soll das Wasserrad Strom produzieren. Beide Gesellschaften, die Priener Solargesellschaft und die Priener Wasserrad UG, haben bis heute fast 800.000 Euro in Solarenergie und Wasserkraft investiert. Mit Solar- und Wasserkraft werden jährlich über 250.000 kWh Strom regional und ökologisch erzeugt. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von ca. 50 Drei-Personen-Haushalten.

 

 

Hauptziel der Priener Solargesellschaft und der Priener Wasserrad UG ist die regionale, ökologische und nachhaltige Energiegewinnung. Dass wir mit unseren Initiativen die Marktanteile in der Stromproduktion nur marginal, ist uns bewusst. Wichtig ist uns zu demonstrieren und damit auch als Vorbild zu dienen, dass Initiative in unserer heutigen Gesellschaft durchaus Sinn macht. Und wenn viele solcher Initiativen entstehen, kann sich sehr wohl was bewegen, was der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromproduktion mittlerweile zeigt. Der Standort des Wasserrades zwischen Waldorfkindergarten und Waldorfschule ist dafür mehr als ideal. Die Kinder sehen, wie aus Wasserkraft vor Ort Strom erzeugt und in der Schule selbst verbraucht wird. Am Dienstag, den 24. Nov. 2015 findet um 11.00 h die Einweihungsfeier statt, zu der alle Interessierten eingeladen sind.
Text: Herbert Langmann und Christian Gelleri

Regionalgeld auf Planet Wissen

Regios-Vorstand Christian Gelleri und der Börsenexperte Dirk Müller (Mr. Dax) stellten sich in der Sendung von Planet Wissen der Frage „Warum das Geld die Welt regiert?“.

http://www.planet-wissen.de/sendungen/2014/09/25_Geld.jsp

Strom nun auch in Regionalgeld bezahlbar

Rosenheim. Der Chiemgauer Regionalwährung ist ein wichtiger Schritt bei der Bildung regionaler Kreisläufe gelungen. Regionaler Wasserkraftstrom kann ab sofort mit Regionalgeld bezahlt werden. Mehr Infos erhalten Sie auf der Webseite des Chiemgauer Regiogeldes.

Das Mitmachen ist übrigens ganz leicht. Man füllt einfach den Stromauftrag aus und meldet sich bei der Regios eG an (zum Verbraucherformular) und schon kann es losgehen.

Wenn Genossenschaften voneinander lernen

Am 9. August 2012 war der Vorstandsvorsitzende der REGIOS eG, Christian Gelleri, bei der Raiffeisenbank Wipptalbanken in Steinach am Brenner in Tirol eingeladen, um über das Chiemgauer Regiogeld zu referieren. Die Mitglieder zeigten sich beeindruckt über die Entwicklung und es folgte an den Tischen eine Diskussion, ob es auch im Wipp- und Stubaital eine Regionalwährung geben könnte. Nach der Bekanntgabe der soliden Geschäftsentwicklung der Raiffeisenbank, schlussfolgerte Gelleri, dass der genossenschaftliche Ansatz für die südeuropäischen Staaten als Modell dienen könnte. Regionalwährungen und eine Verstärkung der Bankentätigkeit durch demokratische bzw. genossenschaftlich organisierte Banken könnten dort zu einer Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung beitragen.

Generalversammlung 2013

Am 17. Oktober 2013 findet in Rosenheim die Generalversammlung der REGIOS eG statt.

Wir bitten wegen Essens- und Raumplanung um Anmeldung.

Ort: Landgasthof Happinger Hof, Happinger Str. 23-25, 83026 Rosenheim

Zeit: Donnerstag, 17.10.2013 um 19 Uhr

Tagesordnung:

1. Begrüßung der Mitglieder
2. Versammlungsleitung und Protokollführung
3. Beschluss der Tagesordnung
4. Bericht des Vorstands
5. Bericht des Aufsichtsrats
6. Genehmigung Jahresabschluss und Entlastung Vorstand und Aufsichtsrat
7. Turnusgemäße Wahl des Aufsichtsrats
8. Anträge, Sonstiges

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